Die folgende Checkliste von Michael E. McGill. 'Organisation Development for
Operating Managers, Amacom New York 1977 (deutsche Übersetzung: Ursel Reineke) kann als Massstab für analytische (Selbst)kontrolle verwendet werden.
1.…trägt zur Diskussion bei
2.…zeigt Aufmerksamkeit
3.…zeigt Interesse am thema
4.…identifiziert Probleme auf effektive Weise
5.…löst identifizierte Probleme effektiv
6.…ist effektiv in der Entscheidungsbildung
7.…reagiert mit Feingefühl auf andere
8.…zeigt gute Zuhörfähigkeiten
9.…ist ehrlich mit sich selbst und anderen
10.…drückt Ideen klar aus
11.…zeigt objektivität
12.…unterstützt andere
13.…erkennt wichtige Punkte
14.…zeigt kritische Selbstanalyse
15.…ist lernwillig
16.…sorgt dafür, dass auch andere lernen
17.…hält Schritt mit der Diskussion
18.…regt andere zum Nachdenken an
19.…ist aufgeschlossen
20.…ist empfänglich für neue Ideen
21.…hat Informationen
22.…ist kreativ
23.…Projekte und Aufgaben werden prompt erledigt
24.…hat eine effiziente Zeiteinteilung
Vorbereitung, Überlegungen
Überlegungen zur eigenen Position
Das Wunschergebnis kennen Wissen, was man nicht will Die eigenen Grenzen kennen
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Die Verhandlungsmasse kennen.
Die eigenen Stärken und Schwächen kennen
Die Idealposition, die realistische Position und die Rückzugsposition kennen. Die
Kräfteverteilung kennen.
Überlegungen zur Gegenpartei
1.Was könnte sie wollen?
2.Wo könnten ihre Grenzen liegen?
3.Was könnte.sie als Verhandlungsmasse anbieten?
4.Wo liegen ihre Stärken und Schwächen?
5.Wie könnte ihre Idealposition, die akzeptable Position und die Rückzugsposition aussehen?
Wie viel Macht hat sie verglichen mit mir?
Wichtige FRAGEN vor der Verhandlung
I . |
D i e F r a g e n m i t d e m S c h l ü s s e l w o r t “ E R G E B N I S ” |
Was will ich erreichen, welches Ergebnis strebe ich an?
Was könnte schlimmstenfalls geschehen, wenn ich das'angestrebte Ergebnis nicht erreiche?
Gibt es mehr als einen Weg mein Ergebnis zu erzielen?
Warum strebe ich dieses Ergebnis an - was bedeutet es für mich?
Ist mein Ergebnis positiv?
I I . W a s w i l l i c h n i c h t u n d w e s h a l b ?
Wo liegen meine Grenzen - wo werde ich hart bleiben?
Zu welchen Zugeständnissen bin ich bereit? Was ist wichtig für mich?
Wo liegen meine Stärken und Schwächen?
Wie kann ich meine Stärken demonstrieren ohne meine Schwächen zu zeigen?
I I I . W a s w ä r e e i n g u t e r A b s c h l u s s ?
Was wäre ein zufriedenstellender Abschluss?
Was wäre ein akzeptabler Abschluss?
Habe ich die Befugnisse mit den anderen zu verhandeln?
Haben sie die Befugnisse mit mir zu verhandeln?
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Was will die Gegenseite vermutlich erreichen und weshalb?
Weiche Bereiche spielen für sie eine Rolle?
Wie könnten ihre Stärken/Schwächen und Strategien aussehen?
Wie wichtig ist eine Vereinbarung für die Gegenseite, was würde sie verlieren, wenn wir uns nicht auf eine Vereinbarung einigen könnten?
I V . W e l c h e n E i n f l u s s k ö n n t e n f r ü h e r e V e r h a n d - l u n g e n a u f d i e j e t z t a n s t e h e n d e h a b e n ?
Welchen Einfluss könnten die bestehenden Gewohnheiten haben?
Welche rechtlichen, sachlichen oder betrieblichen Einschränkungen müssen berücksichtigt werden?
Tipps zur Durchführung einer Verhandlung
V e r h a n d e l n h e i s s t :
Interessen ausloten und ausgleichen, nicht kämpfen.
Seien Sie gut vorbereitet. Stellen Sie sich ein auf Nehmen und Geben.
Eine positive Atmosphäre ist von Nutzen.
Ihren Verhandlungspartner sollten Sie gleichberechtigt behandeln. Sie wollen etwas.
Halten Sie verbindlichen Kontakt (Blickkontakt, Zuhören, Ausreden lassen) und vermeiden Sie einen falschen Ton, das belastet nur die Beziehung.
V e r h a n d e l n S i e k o n t r o l l i e r t .
Vermeiden Sie falsche Eindrücke, Missverständnisse, aber auch Leichtsinn.
Bemühen Sie sich um 'selektive Offenheit' statt um ein 'Pokerface', denn Misstrauen schadet.
S t e u e r n S i e d a s G e s p r ä c h b e w u s s t :
Überblick bewahren,
Ordnung anstreben,
Unklares klären,
Eskalation vermeiden,
Fragetechnik einsetzen statt selber "leerlaufen".
Steuern Sie gemeinsames Problernlösen an.
Vermeiden Sie Kampf (Sieg und Niederlage) ebenso wie Beschwichtigungsrituale. 'Gute Stimmung' ist auch kein Selbstzweck.
Heben Sie Gemeinsamkeiten hervor, zeigen Sie Optimismus, sich einigen zu können.
S t a t t B e d i n g u n g e n s t e l l e n :
Gegebenheiten erläutern (vermeidet Festfahren und fördert Einsicht).
Begründen Sie Bewertungen mit Argumenten, nicht umgekehrt (fördert
Einsicht und kann Ihre Forderungen hinausschieben).
Konzentrieren Sie sich auf die Sichtweise Ihres Partners'(am interessiertesten ist er daran, wie seine Vorund Nachteile aussehen).
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B e v o r S i e B e w e r t u n g e n z u r ü c k w e i s e n :
Zuhören, Nachfragen, Prüfen. Das ist gut fürs Klima. Sind Kompromissmöglichkeiten sichtbar?
Verlangen Sie plausible Begründungen.
Fordern Sie nicht unüberlegt (zu viel, zu wenig, zu früh sind schlecht), aber fordern Sie.
Konfrontierende Gegenforderungen nur mit Augenmass wegen Gefahr des Festfahrens.
Nicht gleich die Tür zuschlagen, wenn Sie ablehnen müssen
Es soll ja weitergehen.
Zugeständnisse nur überlegt machen, vorher einplanen, evtl. um Pause bitten.
Ohne Kampfgeschrei Druckmittel einsetzen oder Druckmittel zurückweisen.
Bleiben Sie beweglich, vermeiden Sie ein Festfahren.
G.Wenn nötig die Situation analysieren, je nach Sachlage:
Ideen suchen, Vertrauen bilden, diplomatisch sein.
Beziehung pflegen, Pausen einlegen; Taktieren und Manipulation absprechen, sich dagegen verwahren.
Ergebnisse genau festhalten, zwischendurch und am Ende.
Notizen machen.
Auf konkreten Vereinbarungen bestehen - die Form wahren.
Nachbereitung sichert Ergebnisse und nützt der Aufarbeitung wie auch der Korrektur von Fehlern.
13 Gebote für eine erfolgreiche Verhandlung
1.Eine gemeinsame Ausgangsbasis erstellen.
2.Eigene Vorschläge begründen.
3.Die Vorteile des eigenen Vorschlages für den Partner herausstreichen.
4.Dann erst folgen die konkreten Vorschläge.
5.Falls notwendig, lässt man den Partner seine Vorschläge begründen.
6.Den Partner anhören, ohne ihn destruktiv" zu unterbrechen.
7.Gegenvorschläge nach der ' J a - a b e r - M e t h o d e " machen.
8.Falls notwendig, dem Partner den Rückzug erleichtern.
9.Zugeständnisse des Partners zurückhaltend aufnehmen.
10.Zwischenergebnisse durch entsprechende Zusammenfassungen absichern.
11.Eigenen Rückzug durch hinhaltenden Widerstand decken.
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12.Jedem Zugeständnis ein eigener Vorstoss folgen lassen.
13.N i c h t v e r g e s s e n : Falls ernste Probleme drohen, rechtzeitig einen Waffenstillstand oder eine Vertagung anbieten.
Regeln zur Gesprächsführung
A n s i c h t e n s i n d d a s E r g e b n i s v o n E r f a h r u n g e n .
Andere Erfahrungen sind vielleicht auch 'echt'. Deshalb, die Meinung des anderen verdient Achtung/Beachtung und muss ernst genommen werden.
A u f d e n P a r t n e r e i n g e h e n .
Gesprächspartner anschauen. Blickkontakt fördert nicht nur Konzentration. Er verrät, wie ehrlich wir es meinen.
Z u o f t r e a g i e r e n w i r b e i w i d e r s p r ü c h l i c h e r M e i n u n g m i t ' b e l e i d i g t e m V e r h a l t e n ' .
In Kindheitserlebnisen ist Kritik oft mit
Infragestellung der Person verbunden und die
Beleidigungsreaktion verständlich.
D i e K u n s t d e s ' Z u h ö r e n s ' m u s s e r l e r n t w e r d e n .
Menschen, die das Ego als einzigen Bezugspunkt haben, tun sich besonders schwer beim Zuhören.
' I r r e n ' i s t k e i n s c h u l d h a f t e s V e r h a l t e n .
Oft wollen wir Fehler nur deshalb nicht eingestehen, weil wir das 'Gesicht wahren' wollen.
A u s M a n g e l a n G e d u l d a u e r n v i e l b e i m Z u h ö r e n a u f d a s S t i c h w o r t f ü r e i g e n e n d e n E i n s a t z .
Unterbrechen ist bei 'Langrednern' gestattet.
Ü b e r u n f r e i w i l l i g e E n t h ü l l u n g e n u n d u n g e s c h i c k t e A n t w o r - t e n d ü r f e n w i r u n s n i c h t l u s t i g m a c h e n .
Wir würden es auch nicht schätzen, würde jemand bei einer eigenen dummen Antwort ein schadenfreudiges Gelächter anstimmen.
W i r m ü s s e n u n s n i c h t a u s M e n s c h e n l i e b e ' M o n o l o g e n ' a u s - l i e f e r n .
In der Schule, in der Familie müsste bereits der gleichberechtigte Austausch von Meinungen erlernt worden sein.
W e r s i c h a n G e s p r ä c h s p a r t n e r n i n t e r e s s i e r t , s t e l l t F r a g e n .
Fragen stellen heisst: 'Ich will auf Partner eingehen' ihm zuhören, ihn ermuntern, ihn sich darstellen lassen.
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