Frauen
Entgegen früherer Umgangsregeln, die besagten, dass eine DAME im Restaurant weder mit dem Ober sprechen noch den Wein probieren oder gar für einen Herrn bezahlen durfte, ist all das heutzutage normal.
Die Frau wird nicht nur ganz selbstverständlich um die Rechnung bitten, sondern sie wird auch als erste das Restaurant betreten, wenn ihr das praktisch erscheint.
Ebenso kann sie, wenn sie das als Gastgeberin möchte, auch den Wein probieren, was beim Business-Lunch allerdings nicht immer nötig ist, weil häufig auf alkoholfreie Getränke Wert gelegt wird.
Kleidung
Die Wichtigkeit einer der Situation angepassten Kleidung kann gar nicht genug betont werden. Das gilt im Privatwie im Geschäftsleben gleichermaßen. Dadurch demonstrieren Sie nicht nur Ihren Respekt gegenüber dem Anlass, sondern auch den anderen Gästen, dem Umfeld und speziell den Gastgebern gegenüber. Eine
über den Standard hinausgehende Kleidung wertet dabei den Anlass auf.
Im Geschäftsleben, wo jede Art von Freizeitmode wie Jeans, Shorts, Radlerhosen, Leggins oder T-Shirts im kundenorientierten Umfeld verpönt ist, sollte man außerdem auf Folgendes achten:
Telefonieren
Generell: In Deutschland ist es üblich sich immer mit dem Namen zu melden. Die übliche Reihenfolge beim Anruf in einer Firma, welche oftmals eine Richtlinie zum
"Corporate Identity" vorgibt, ist: Firmenname, Name der oder des Annehmenden,
Tagesgruß.
Beispiel: "Baugesellschaft Luftschloss, Müller, Guten Tag".
Ob zusätzlich noch die Abteilung genannt wird, hängt von innerbetrieblichen Entscheidungen ab.
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Präsentationen
Bei Präsentationen erwarten deutsche Partner zumeist eine über die reine Information hinausgehende Entscheidungsgrundlage. Sie bevorzugen "knackige" Fakten und Referenzen, wobei diese mit ein oder zwei entspannenden Anekdoten aufgelockert werden können.
Vermeiden Sie jedoch langatmige Selbstbeweihräucherungen und häufige Anekdo-
ten...
Netiquette, die E-Mail-Etikette
Die schnelle Verbreitung von E-Mails erleichtert viele Kommunikationsvorgänge, hat aber auch Verunsicherung und Missbrauch zur Folge. Deshalb wurden On- line-Benimm-Regeln, die so genannte Netiquette, entwickelt, auf deren wichtigste Aspekte hier eingegangen wird.
Geschäftlich wie privat
Diese Regeln gelten nicht nur im BERUFSLEBEN, sondern sie sollten auch, bis auf wenige Abweichungen, für die PRIVATE KORRESPONDENZ per E- Mail beachtet werden. Denn, auch wenn man Fremde in Newsgroups duzt, für den Schriftverkehr im Job gilt:
Eine E-Mail ist ein Geschäftsbrief, in dem
Anrede,
Grußformel,
Absenderangaben und eventuell
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Angaben zum Haftungsausschluss („disclaimer“) nicht fehlen dürfen.
Lediglich bei schnellem Frage-Antwort-Wechsel miteinander kann auf die Anrede verzichtet werden, ohne dass dies als Mangel an Respekt empfunden wird.
Bei E-Mails mit DOKUMENTCHARAKTER, zum Beispiel bei juristischen Angelegenheiten, wie Mahnungen und Vertragsabschlüssen, und bei mehreren Empfängern muss die ORTHOGRAPHIE korrekt sein.
Ohnehin zeugen Tippfehler nicht unbedingt vom „Full-Time-Job“, sondern werden als Nachlässigkeit interpretiert und sind damit schlicht unhöflich.
Vor dem Abschicken einer E-Mail also besser noch einmal alles durchlesen und die automatische Rechtschreibprüfung einsetzen.
Beim Versenden PRIVATER E-MAILS ist eine höhere Toleranz bei Anrede, Absenderangaben und auch Tippfehlern üblich.
So wird ein Buchstabendreher wie „dei“ statt „die“ lediglich ein Signal für Eile sein.
Wer dagegen permanent „das“ statt „dass“ schreibt, der macht auf seine fehlende Rechtschreibkompetenz aufmerksam.
Schlimmer noch sind falsche Schreibweisen von Personenoder Firmennamen: Sie werden immer als Mangel an Sorgfalt und echtem Interesse interpretiert. Gerade bei E-Mails und im Internet ist es für viele ein Hobby, Abläufe stetig weiter zu automatisieren und damit zu beschleunigen.
So sollte unbedingt die automatisierte Signatur verwendet werden, auch um dem Gebot der eindeutigen Identifikation zu genügen.
Weiterhin sind unternehmensspezifische DATENSCHUTZRICHTLINIEN („Privacy Policy“, Schutz vertraulicher Informationen) zu beachten, wobei auch das Verbot der automatischen Weiterleitung an externe Postfächer zu respektieren ist.
Die Anrede
Die erste Zeile:
„Sehr geehrter Herr ...
Sehr geehrte Frau ...
Sehr geehrte Damen und Herren ...“ –
dies sind trotz lockeren E-Mail-Stils noch immer die besten Anreden.
Und dies nicht nur, wenn es sich um Personen handelt, zu denen man noch nie Kontakt hatte.
Durch eine korrekte Anrede fühlt sich jeder Empfänger geehrt. „Hallo“ hört und liest man immer öfter – doch es wirkt eher als Füllwort, um zu vermeiden, gar nichts zu sagen.
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E-Mails, denen ein vertraulich-persönlicher Charakter gegeben werden soll, lauten auch häufig
„Lieber Herr xxx / Liebe Frau xxx“.
Übrigens, auch im privaten Bereich ist eine respektvolle Anrede immer ein guter Start. ...
Distanzzonen
Verhaltensstudien machen deutlich, dass Menschen eine, der jeweiligen Situation angepasste, Distanz zueinander einnehmen. Dieses Verhalten beinhaltet eine nonverbale Nachricht, die einen als angenehm empfundenen Freiraum für den zwischenmenschlichen Austausch ermöglicht.
Eine als akzeptabel empfundene Distanz variiert von Kul-
tur zu Kultur.
Was meint der Deutsche, wenn er sagt...
Sie können grundsätzlich davon ausgehen:
Was der Deutsche sagt, das meint er auch so. Denn in Deutschland wird die Einhaltung von Zusagen - mögen sie auch inhaltlich noch so banal sein - erwartet. Wer sich nicht daran hält, setzt die Vertrauensbasis aufs Spiel
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Vorurteile über Deutsche
Man weiß nicht so genau woher sie kommen und warum sie bestehen, doch noch immer gibt es in den Köpfen vieler Nicht-Deutscher unveränderliche "typisch deutsche" Eigenschaften. Wie bei allen Vorurteilen handelt es sich dabei nicht um überprüfbare Fakten, sondern um Meinungen.
Wenn hier von "deutschen" Eigenschaften gesprochen
wird, so spiegelt dies nicht die Meinung der Autoren wieder, sondern ...
Neue Strategien für den Job
Auch wenn sich der Wandel in den vergangenen Jahren eher still vollzogen hat:
DIE BAHN ist heute schneller, pünktlicher, moderner und bequemer als jedes andere Verkehrsmittel in Mitteleuropa. Gerade wenn Sie nur in Städten und Ballungszentren unterwegs sind, ist die Bahn, kombiniert mit Taxi oder U-Bahn, immer die bessere Alternative.
Sie haben damit einfach einen wesentlichen
Stressfaktor weniger. Aber auch gegenüber dem Flugzeug ...
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